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Ein offenes ethisches Problem
bei der Verteilung von Spenderorganen
Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl
Ludwig-Maximilians-Universität, München
Lehrstuhl für Philosophie
Dienstag, 6. Mai 2008 um 19:30 Uhr
AkademikerPastoral
Lämmerstraße 3, 80335 München
Zum Thema:
Seit Jahrzehnten werden post mortem gespendete Organe an
Patientinnen und Patienten vergeben, welche die Organe entweder
dringend benötigen oder auf einer Warteliste stehen. Es scheint so,
als würde das praktizierte Verfahren allen Ansprüchen gerecht werden.
Das ist nur teilweise richtig. Es gibt ein offenes ethisches Problem.
Zur Person:
Wilhelm Vossenkuhl studierte zwischen 1968 und 1972 Philosophie, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft an den
Universität München, wo er im Jahre 1972 auch promoviert wurde. In den Jahre 1973 bis 1975 war er zunächst als
Referent des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands in München und anschließend als Mitarbeiter der
Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats in Bonn tätig. Ein Forschungsaufenthalt führte Wilhelm
Vossenkuhl zwischen 1975 und 1977 an die Cambridge University. Seit 1977 war er als wissenschaftlicher
Assistent am Institut für Philosophie der Universität München beschäftigt. Im Jahre 1980 habilitierte
er sich im Fach Philosophie und wurde 1984 Akademischer Oberrat. Zwei Jahre später übernahm Wilhelm Vossenkuhl
einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Bayreuth. Seit 1993 ist er Lehrstuhlinhaber für Philosophie
an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zwischen 1990 und 1998 führten ihn mehrere Gastprofessuren nach
Stuttgart, Fribourg, Krakau und Lodz. Wilhelm Vossenkuhl ist Mitbegründer und Sprecher des Vorstandes des 2005
gegründeten Münchner Kompetenzzentrums Ethik (MKE). Wilhelm Vossenkuhl hat zahlreiche Publikationen u.a. zu Wilhelm von
Ockham und Ludwig Wittgenstein sowie zur Handlungstheorie und zur Ethik veröffentlicht.
Auswahlbibliographie Ethik:
Lexikon der Ethik, München: 2008 (7. Auflage) (herausgegeben von Otfrid Höffe). Relativismus und Relativität -
Über begründete und nicht begründete Vorwürfe, in: Theodor Leiber (Hrsg.): Dynamisches Denken und Handeln.
Philosophie und Wissenschaft in einer komplexen Welt. Festschrift für Klaus Mainzer zum 60. Geburtstag,
Stuttgart: 2007, S. 213-234. Ethische Grundlagen ärztlichen Handelns. Prinzipienkonflikte und deren Lösungen,
in: Claus Roxin / Ulrich Schroth (Hrsg.): Handbuch des Medizinstrafrechts, Stuttgart u.a.: 2007, S. 3-20.
Heute und morgen gut? Über den zeitlichen Sinn des Guten, in: Carmen Kaminsky / Oliver Hallich (Hrsg.):
Verantwortung für die Zukunft, zum 60. Geburtstag von Dieter Birnbacher, Berlin: 2006, S. 49-62. Die
Möglichkeit des Guten. Ethik im 21. Jahrhundert, München: 2006. Verantwortung als Sorge, in: Margarethe
Drewsen / Mario Fischer (Hrsg.): Die Gegenwart des Gegenwärtigen. Festschrift für P. Gerd Haeffner SJ zum
65. Geburtstag, Freiburg / München: 2006, S. 341-363. Stammzellenforschung und therapeutisches Klonen,
Göttingen: 2002 (Herausgeber der Reihe Medizin - Ethik - Recht mit Fuat Oduncu und Ulrich Schroth).
Transplantation. Organgewinnung und -allokation, Göttingen: 2003 (Herausgeber der Reihe Medizin -
Ethik - Recht mit Fuat Oduncu und Ulrich Schroth). Rational and Irrational Intentions. An Argument
for Externalism, in: Sabine A. Döring / Verena Mayer (Hrdg.): Die Moralität der Gefühle, Berlin:
2002, S. 163-174. Ethische und politische Freiheit, Berlin: 1997 (mit Julian Nida-Rümelin). Moralische
Ansprüche der Natur, in: Theo Stammen / Heinrich Oberreuter / Paul Mikat (Hrsg.): Politik - Bildung -
Religion. Hans Maier zum 65. Geburtstag, Paderborn u.a.: 1996, S. 501- 513. Wann wird Wissenschaft
verantwortungslos? Über individuelle und kollektive Verantwortung, in: Hans Zehetmair (Hrsg.): Wissens-Werte.
Ethik und Wissenschaft. Eine Wahlverwandtschaft im Widerspruch, Starnberg: 1995, S. 47-70.
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