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Russland nach den Wahlen.
Perspektiven und Herausforderungen
Prof. Dr. Petra Stykow
Ludwig-Maximilians-Universität, München
Professorin für Vergleichende Regierungslehre
Mittwoch, 28. Mai 2008 um 19:00 Uhr
Carl Friedrich von Siemens Stiftung
Südliches Schlossrondell 23, 80638 München
Zum Thema:
Die politische Bilanz der achtjährigen Präsidentschaft Putins ist zumindest im Westen
umstritten. Formal verfügt die gelenkte Demokratie über wesentliche demokratische
Institutionen, faktisch sind jedoch basale Mechanismen der Herrschaftskontrolle wie
Gewaltenteilung, Elitenrekrutierung durch Wahlen, relevanter (partei-)politischer
Wettbewerb, aktive Zivilgesellschaft und unabhängige Medien weithin außer Kraft gesetzt.
Wie funktioniert das System Putin? Lässt es sich über den Machtwechsel im Kreml hinaus
reproduzieren? Welche Szenarien für die weitere Entwicklung des politischen Systems
ergeben sich aus dem Amtsantritt Medwedjews und dem angekündigten Tandem Putin Medwedjew?
Zur Person:
Petra Stykow studierte zwischen 1979 und 1984 Geschichte an der Lomonossov-Universität Moskau. Im Jahre 1990 wurde sie an der
PH Dresden promoviert. Zwischen 1991 und 1993 war Frau Stykow wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin.
In den Jahre 1993 bis 1996 war sie ebenfalls als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der "Arbeitsgemeinschaft Transformationsprozesse
in den neuen Bundesländern" der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin tätig. Anschließend war sie bis 2002 wissenschaftliche Assistentin
am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität. Im Jahre 2004 habilitierte sie sich dort und erhielt die venia legendi
für das Fach Politische Wissenschaft. Seit 2004 ist Petra Stykow Professorin für Vergleichende Regierungslehre unter besonderer
Berücksichtigung der politischen Systeme Mittel- und Osteuropas am Geschwister-Scholl-Institut in München.
Auswahlbibliographie:
Die EU und Russland, in: Werner Weidenfeld (Hg.): Die Europäische Union: Politisches System und Politikbereiche (2008, i.E.).
Vergleich politischer Systeme. Paderborn: 2007. Marktreformen und ererbtes Beziehungskapital: Unternehmer in Russland, in:
Dieter Segert (Hg.): Postsozialismus: Hinterlassenschaft des Staatssozialismus und neue Kapitalismen in Europa. Wien: 2007,
S. 45-63. Unternehmerverbände in der Politik: Ein Testfall für die Beziehungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft, in:
Matthes Buhbe und Gabriele Gorzka (Hg.): Russland heute. Rezentralisierung des Staates unter Putin. Wiesbaden: 2007, S.
113-130. Staat und Wirtschaft in Russland: Interessenvermittlung zwischen Korruption und Konzertierung. Wiesbaden: 2006.
Gesellschaft als staatliche Veranstaltung? Unternehmerverbände und Staat in Russland. Osteuropa, 9/2006: S. 25-42.
Autoritäre Modernisierung als Motor des Wirtschaftswachstums? In: Hans-Hermann Höhmann, Heiko Pleines und Hans-Henning
Schröder (Hg.): Nur ein Ölboom? Bestimmungsfaktoren und Perspektiven der russischen Wirtschaftsentwicklung. Münster: 2005, S.
261-282. The Russian Mafia and Civil Society, in: Norbert Gštz und Jörg Hackmann (Hg.):
Civil Society in the Baltic Sea Region, Aldershot: 2003, S. 159-172. Mesalliance a trois: Politische Korruption als
Beziehungsphänomen, in: Harald Bluhm und Karsten Fischer (Hg.): Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Macht. Theorien
politischer Korruption. Baden-Baden: 2002, S. 87-113. Staat, Verbände und Interessengruppen in der russischen Politik,
in: Wolfgang Merkel und Eberhard Sandschneider (Hg.): Systemwechsel 4: Die Rolle von Verbänden im Transformationsprozeß.
Opladen: 1999, S. 137-179. Repräsentation von Wirtschaftsinteressen im russischen Transformationsprozeß:
Eine Fallstudie, Leviathan, Sonderheft 15/1995: S. 437-458.
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