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Familienpolitik:
Frauenthema oder Zukunftsfrage für uns alle?


Renate Schmidt
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.
Bundesministerin a.D.


Freitag, 1. Juli 2011 um 19.00 Uhr
Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
Residenz München, Hofgartenstraße 2, 80539 München


>> Die Anfahrtsskizze findet sich hier...


Zum Thema:

Familienpolitik ist kein Frauenthema, sondern sie stellt eine der zentralen Fragestellungen für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft dar. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen des demographischen Wandels kommt ihr eine Schlüsselfunktion zu, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt über Generationen und Schichten hinweg zu sichern, die Finanzierbarkeit der Sozialsysteme zu gewährleisten sowie die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten.

Das zentrale Ziel der Familienpolitik besteht darin, Familie wieder möglich zu machen. Dabei sind sowohl die Politik als auch die Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Die Aufgabe besteht zum einen darin, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, etwa durch den Ausbau der Kinderbetreuung oder familiengerechte Arbeitsmodelle. Zum anderen gilt es, das finanzielle Auskommen von Familien sozialpolitisch abzusichern. Darüber hinaus ist aber auch ein grundsätzlicher Mentalitätswandel in einer vielfach kinder- und familienfeindlichen Gesellschaft vonnöten, um Kindern und Familien wieder einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Ausgehend von einer familienpolitischen Bestandsaufnehme wird sich der Vortrag mit den Herausforderungen, Anforderungen und Instrumenten einer zukunftsorientierten Familienpolitik auseinandersetzen.


Zur Person:

Renate Schmidt absolvierte eine Ausbildung zur Programmiererin und war anschließend Systemanalytikerin beim Versandhaus Quelle. Nach kurzer Selbständigkeit kehrte sie als leitende Systemanalytikerin zu Quelle zurück. Sie war ab 1972 Mitglied des Betriebsrates, ab 1975 auch Mitglied des Gesamtbetriebsrates des Konzerns. Von 1980 bis 1988 war sie stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Bayern.

Renate Schmidt ist seit 1972 Mitglied der SPD. Sie war von 1990 bis 2000 Landesvorsitzende der bayerischen SPD und bei den Landtagswahlen 1994 und 1998 Spitzenkandidatin der Partei. Im Zeitraum zwischen 1991 und 2005 war sie Mitglied des Präsidiums der SPD, von 1997 bis 2003 darüber hinaus stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD.

Renate Schmidt war von 2002 bis 2005 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie war zwischen 1980 und 1994 sowie zwischen 2005 und 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, dessen Vizepräsidentin sie von 1990 bis 1994 war. Von 1987 bis 1990 war sie zudem stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Im Zeitraum zwischen 1994 und 2002 gehörte sie dem Bayerischen Landtag an. Sie war dort bis 2000 SPD-Fraktionsvorsitzende.