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Der deutsche Film, die Filmförderung
in Deutschland und der FFF Bayern
Prof. Dr. Klaus Schäfer
FilmFernsehFonds Bayern,
Geschäftsführer
Montag, 25. Mai 2009 um 19:00 Uhr
Carl Friedrich von Siemens Stiftung
Südliches Schlossrondell 23, 80638 München
Zum Thema:
Film ist teuer! Weil es sich stets um Einzelstücke und keine Fließbandarbeiten handelt,
sogar sehr teuer, und die Budgets fallen nicht vom Himmel.
Deshalb braucht man leistungsfähige
Finanziers. All die Filme, über deren Erfolge wir uns mit Recht freuen, wie etwa die Oscar-Gewinner
"Nirgendwo in Afrika" oder "Das Leben der Anderen", ja selbst der Publikumsrenner "Der Schuh des Manitu",
wären ohne die Hilfe von Filmförderungen nicht entstanden. Dabei sind beide Förderebenen, die es in
Deutschland gibt, wichtig und können sich sinnvoll ergänzen:
1. Die nationalen Programme, wie der DFFF, die FFA und die kulturelle Bundesförderung und 2. die
regionalen Fördereinrichtungen, wie der FFF Bayern, denen gerade im föderalen Deutschland
eine besondere Bedeutung zukommt.
Allerdings werden angesichts der Erfolge, die man in dieser Branche gerne und auch lautstark
feiert, die Stimmen lauter, die fragen, ob es eine Filmförderung überhaupt noch braucht. Das ist
selbstverständlich eine legitime Frage, vor allem auch für Politiker, Haushälter oder auch
Wettbewerbshüter. Mit ihrer so öffentlich geäußerten Freude über das Erreichte ist die Filmbrache
sogar ein wenig selbst daran schuld, dass diese Frage gestellt wird.
Der Vortrag will das System der Filmförderung in Deutschland - mit dem Schwerpunkt Bayern - erläutern
und gleichzeitig eine Antwort auf die Frage versuchen, ob und inwieweit solche Fördersysteme mit unserer
Marktordnung und unserem Kulturverständnis vereinbar sind.
Zur Person:
Prof. Dr. jur. Klaus Schaefer (Jg. 1952): Von 1973 bis 1977 Studium der Rechtwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre
in Frankfurt am Main und in München. Von 1977 bis 1980 Stipendiat am Max-Planck-Institut für internationales
Urheber- und Wettbewerbsrecht. 1981 Promotion über ein urheberrechtliches Thema an der Universität München.
1980 bis 1981 Anwaltstätigkeit. 1981 bis 1984 juristischer Mitarbeiter im Bayerischen Kultusministerium.
1984 bis 1987 Referent für Angelegenheiten der Bildung, Wissenschaft und Kultur in der Bayerischen
Landesvertretung in Bonn. 1987 bis 1989 Referatsleiter in der Bayerischen Staatskanzlei für den Bereich
Wissenschaft und Kunst. 1989 bis 1995 Leiter des Referats Medienpolitik und Medienrecht in der Bayerischen
Staatskanzlei. 1996 bis 2000 stellvertretender Geschäftsführer und seit 1.1.2001 Geschäftsführer der
FilmFernsehFonds Bayern GmbH, Gesellschaft zur F&oml;rderung der Medien in Bayern.
Weitere berufliche Funktionen: Co-Geschäftsführer der Bayerischen Filmzentrum GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats
der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH; Mitglied des Verwaltungsrats der FFA; Sprecher des Clusters
Audiovisuelle Medien im Rahmen der Clusterinitiative der Bayerischen Staatsregierung; Honorarprofessor an der
Hochschule für Fernsehen und Film München.
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