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Idee und Anwendung der Wirtschaftsmediation
Martin Engel
Centrum für Verhandlungen und Mediation
Dienstag, 28. Oktober 2008 um 19:30 Uhr
AkademikerPastoral
Lämmerstraße 3, 80335 München
Zum Thema:
Die Zeiten, in denen sich das Auditorium eines Vortrags über "Mediation"
in Erwartung eines besinnlichen Abends mit Decken und Kissen bewaffnete,
sind vorbei. Mediation ist in aller Munde. In der Praxis ist jedoch noch
immer der Gerichtsprozess das einzige professionelle
Streitbeilegungsverfahren mit einem nennenswerten Marktanteil. Unsere
Konfliktlösungskultur ist bis heute weitgehend von Strategiemustern und
Verfahrensformen geprägt, deren Anwendung in vielen Fällen ökonomisch
unklug ist, weil sie Ressourcen vernichtet, statt Werte zu schöpfen. Die
Idee der Wirtschaftsmediation setzt hier an. In einer Wirtschaftsmediation
werden Streitigkeiten mit der Unterstützung eines neutralen Dritten
interessenorientiert und zielführend gelöst.
Der Vortrag erläutert Ablauf, wesentliche Charakteristika und
Einsatzgebiete einer Wirtschaftsmediation. Weiter werden die Rolle des
Mediators wie auch seine Möglichkeiten vorgestellt, den Prozess der
Entscheidungsfindung kreativ zu beeinflussen. Daraus ergibt sich ein Bild
über das praktische Potenzial der Wirtschaftsmediation für innovative
Konfliktlösungen im Arbeits- und Geschäftsleben.
Zur Person:
Martin Engel studierte von 2002 bis 2006 Rechtswissenschaften und
Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster. Nach seinem ersten
juristischen Staatsexamen wechselte er an die LMU München. Dort betreut er
seit 2006 als Wissenschaftlicher Geschäftsführer das Centrum für
Verhandlungen und Mediation, eine Forschungsstelle der Juristischen
Fakultät. In seiner Doktorarbeit beschäftigt sich Engel mit "Collaborative
Law", einer neuen Methode der außergerichtlichen Streitbeilegung. Seit
2007 ist er als Dozent für Verhandlungsmanagement und Wirtschaftsmediation
tätig. Gegenwärtig absolviert er den anwaltlichen Teil seines
Rechtsreferendariates bei der Anwaltssozietät Taylor Wessing LLP in
München.
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